Ein Blick in den Elternkurs

Vier Karten aus Modul 1, so wie sie im Kurs stehen.

Führen statt verbieten (Eltern-Kurs) 29,90 € inkl. 19 % MwSt., einmalig, kein Abo

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Modul 1: Das Kinder-Gehirn unter Strom

Wer Sie durch diesen Kurs begleitet

Mein Name ist Florian Buschmann. Ich habe Psychologie studiert und leite die Initiative OFFLINE HELDEN, eine Bildungseinrichtung für die Entwicklung von Medienkompetenz und die Prävention von Mediensucht. Als Team führen wir jährlich über fünfhundert Veranstaltungen mit mehr als 13.000 Teilnehmern in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch.

Über die letzten Jahre habe ich in meiner Beratung immer wieder verzweifelte Eltern erlebt. Dieser Kurs soll dafür sorgen, dass es bei Ihnen niemals so weit kommt, und bringt Prävention zu Ihnen nach Hause.

Was Sie von mir erwarten dürfen

  • Ich verspreche Ihnen keine Heilung und keinen Trick, der in einer Woche wirkt.
  • Ich sage Ihnen, wenn eine Sache aufwendig ist, statt sie kleinzureden.
  • Sie werden erfahren, wo dieser Kurs endet und Sie jemanden brauchen, der Ihnen hilft.

Modul 1: Das Kinder-Gehirn unter Strom

Animation „Warum fällt Aufhören so schwer?“

Standbild aus dem Animationsfilm „Warum fällt Aufhören so schwer?“

Dopamin – der Botenstoff, der Antrieb und Vorfreude steuert – fließt schon in der Erwartung der Belohnung, nicht erst beim Konsum. Deshalb wischt Ihr Kind auf Social Media nach wenigen Sekunden weiter: nicht weil das eben Gesehene so gut war, sondern weil das nächste es sein könnte.

TikTok ist am Ende ein einarmiger Bandit, wo ich nicht weiß, was rauskommt.

Intermittierende Verstärkung ist eine Belohnung, die mal kommt und mal nicht. Etwas, das immer da ist, ist weniger spannend als etwas, das nur ab und zu verfügbar ist. Übertragen auf den Abend zu Hause heißt das: Wer bei „noch fünf Minuten“ mal nachgibt und mal nicht, vermittelt dem Kind, dass Regeln verhandelbar sind.

Durch diese Variabilität lernen Kinder, dass sich Verhandeln lohnt.

Das ist kein Vorwurf. Niemand durchschaut das von selbst, und abends ist Nachgeben oft die einfachste Reaktion. Nicht die Länge der Medienzeit entscheidet über die Kämpfe, sondern die Verlässlichkeit der Regeln. Eine Familie aus der Gruppe hat das unfreiwillig getestet: Bei der Konsole galt eine klare Regel, dort gab es keine Kämpfe. Beim Handy war die Regel weich, dort gab es täglich Streit.

Die Animation können Sie später auch gemeinsam mit Ihrem Kind ansehen, nicht als Beweisstück, sondern als Gesprächsöffner. Die Fragen, die dabei funktionieren, sind offene: Warum macht das süchtig? Wie sorgt die App dafür, dass du jeden Tag wieder reingehst?

Modul 1: Das Kinder-Gehirn unter Strom

Aktuelle Empfehlungen

Das sind Anhaltspunkte aus der S2k-Leitlinie Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend. Wenn es bei Jugendlichen mal etwas mehr wird, durch einen Filmabend oder einen Zockertag, ist das kein Problem. Ausnahmen sollten jedoch nicht zur Normalität werden.

AlterMedien allgemeinZeitInhalteBegleitung
0–3 Jahrekein Bildschirmentfälltentfälltentfällt
3–6 Jahreexterne Steuerungeinzelne Tage, max. 30 Minutenklassische Kinderformateimmer begleiten
6–9 Jahreexterne Steuerungeinzelne Tage, max. 30–45 Minutenklar und ruhigregelmäßig begleiten
9–12 JahreStruktur gebendhöchstens 45–60 Minuten, dazu freie TageUnterhaltung mit MaßGespräche und Absprachen
12–16 Jahrezum Schlafen Geräte raushöchstens 1–2 Stunden, bis spätestens 21 UhrSocial Media begleitenbei Problemen aktiv werden
16–18 Jahreüberwachte Selbststeuerung2 Stunden als Orientierungfreie Wahl und Reflexionnur bei Bedarf

Die Zeitangaben der Leitlinie meinen alle Bildschirmzeit in der Freizeit, auch Filme und Serien.

Suchtmuster festigen sich mit dem Älterwerden. Je früher kritische Muster erkannt und verändert werden, desto einfacher ist es. Professionelle Hilfe kommt in der Regel nicht zu früh, sondern eher zu spät.

Die Leitlinie ist eine Orientierung und muss individuell angepasst werden.

Modul 1: Das Kinder-Gehirn unter Strom

Animation „Was passiert da eigentlich?“

Standbild aus dem Animationsfilm „Was passiert da eigentlich?“

Sie müssen nicht mitspielen, aber Sie sollten wissen, was Ihr Kind spielt. Drei Mechaniken stecken in fast jedem Spiel.

  • Bindung: Manche Belohnungen gibt es nur für kurze Zeit. Wer nicht regelmäßig spielt, verpasst etwas.
  • Geld: Bezahlt wird nicht in Euro, sondern in einer eigenen Spielwährung. Das verschleiert, was etwas kostet.
  • Kontakt: In vielen Spielwelten kann Ihr Kind mit Fremden chatten. Die meisten Begegnungen sind harmlos, einzelne Erwachsene suchen genau auf diesem Weg Kontakt zu Kindern. Kein Grund zur Panik, aber ein Grund, diese Welt zu kennen.

Passiv heißt Berieselung: schauen, scrollen, weiterwischen. Aktiv heißt gestalten: programmieren, Videos schneiden, in Minecraft bauen. Aktive Nutzung schafft Selbstwirksamkeit – das Gefühl, etwas bewirken zu können – und ist deshalb etwas anderes als ein Feed. Sie braucht trotzdem einen Rahmen.

Mir ist nicht egal, wie lange du am Gerät bist, aber noch wichtiger ist mir, was du dort tust.

Dieser Unterschied darf nicht zur Ausrede werden. Auch in der Sucht kann man sich Dinge schönreden: „Ich programmiere ja was“, „Ich werde E-Sportler“. Aktive vor passiver Mediennutzung ist eine wichtige Rangfolge.

Ob Fortnite, Roblox, Minecraft oder FIFA: Sie müssen nichts davon gut finden. Sagen Sie: „Zeig mir mal, was du da spielst.“ Interesse öffnet Türen, die Kontrolle verschließt.

Der ganze Kurs

Führen statt verbieten (Eltern-Kurs)

Fünf Module, jedes mit Videos, kurzen Lesekarten und ein bis zwei Aufgaben für die Woche.

Bonus: Live-Q&A mit Florian Buschmann am Montag, 23. November 2026, 20 bis 21 Uhr

29,90 € inkl. 19 % MwSt., keine weiteren Kosten. Einmalzahlung, kein Abo

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Führen statt verbieten

Wenn zu Hause seit Monaten über Bildschirmzeit gestritten wird, hilft kein weiterer guter Vorsatz. Fünf Module, in Ihrem Tempo. Einmalzahlung, kein Abo.